Sonntag, 29. November 2009

Fucci

Den ersten Fucci (deutsch: VW Käfer), den wir uns angesehen haben, haben wir uns auch gleich gekauft. War dennoch ein sehr guter Kauf, bei dem wir durch unseren multitalenten Kumpel Marcus beraten wurden: Baujahr '79 für etwa 1100 Euro mit guter Anlage! (Zum Vergleich: ein brasilianischer VW Gol (etwas schlechter als Golf), Baujahr '95 startet so ab 6000 Euro! Ursache sind extreme Importbedingungen um die eigenen Märkte zu schützen.)

unser Fucci:

Donnerstag, 26. November 2009

São Paulo

Die letzte Woche haben wir zusammen mit meinem Vater im Big Apple von Brasilien verbracht. Dank seiner Kontakte haben wir sehr edel im 320 m2 Penthouse von Thomas, dem deutschen Generalkonsul gewohnt und einige interessante Menschen getroffen.
Danach sind wir noch für einen Tag nach Campinas gefahren um Theresas Freunde aus ihrer Studienzeit hier zu besuchen.


Sushi all over - kein Wunder bei über einer Million Japaner in SP


als die Geschichten-Singer die Gringos mit der dicken Kamera sahen, wurden wir gleich mit einbezogen und alle Blicke fielen auf uns - im Zentrum ist dies etwas unheimlich


hier in Brasilien wird öffentlich bekannt gegeben wie viele Steuereinnahmen es gibt (die Zahl bezieht sich auf 2009)


wildes Treiben von oben...


...und mitten drin


360° bis zum Horizont Stadt - SP liegt uns mit über 20 Millionen Einwohnern zu Füßen


was wäre schon eine anständiges Penthouse ohne Terrasse mit Pool und Hubschraubern im Hintergrund


Kontrast: das hässlichste Gebäude der Welt


mein Vater und Theresa im Mercado Municipal


fast jede Woche ist irgendein Feriado - heute zu Ehren der schwarzen Bevölkerung (passend dazu das HipiHopi-Konzert vor der Kirche)


es gibt in Brasilien mehr Plätze extra für Dicke als Behindertenplätze in Deutschland


lost in SP


der Rio Tietê ist die Abwasserleitung von SP

Witmarsum

Vorletztes Wochenende hat uns Marcus zu seiner Familie in seinen Heimatort Witmarsum eingeladen. Witmarsum ist eine verstreute Kolonie aus deutschstämmigen Milchbauern mennonitischen Glaubens, die zu Beginn des 20. Jh. aus Russland emigriert sind - kurz Russland-Deutsche.


kleiner, roter Vogel


Marcus Eltern - hier gab es ein richtiges Tischgebet, was die atheistischen Ossis etwas verunsichert hat ;)


hier gibt es soviel Gastfreundschaft, dass es in dem kleinen Haus mehrere solcher Gästezimmer gibt, auch arbeitet Marcus Mutter natürlich ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation


Baden am Cachoeira





Montag, 16. November 2009

Curitiba

Ein paar Impressionen aus unserer Stadt...


hier gibt es ein wirklich gutes Bussystem: die roten Express-Busse kommen alle 2 bis 3 Minuten und sind sehr schnell unterwegs, da es extra Busspuren oder -straßen gibt, außerdem bezahlt man schon, wenn man in eine solche Warteröhre einsteigt


Musik im Park


Parque Barigui


hier gibt es überall Capivaras - auch genannt die Ratten Brasiliens


Oscar Niemeyer Museum von außen


von innen


Jardim Botânico


UFPR Departamento de Solos - hier sind die Labore und mein Büro, was ich hin und wieder benutze


alle wichtigen Menschen haben ein Büro


hier ist schon lange fast Weihnachten

Montag, 2. November 2009

Caminho de Itapuava

Kürzlich haben wir Marcus und Stefan kennen gelernt. Beide sind Brasilianer mit deutscher Abstammung und können daher auch wirklich sehr gut deutsch - macht Kommunikation sehr einfach, aber hindert mich etwas portugiesisch zu sprechen... Auf jeden Fall haben wir gute Freunde gewonnen mit denen wir in den letzten Tagen unsere Freizeit verbracht haben.

Gestern haben wir so mit Marcus und seiner Frau Camila eine Wanderung durch den Dschungel (Nationalpark Marumbi) gemacht. Da man hier nicht einfach so durch den Wald laufen darf/kann gingen wir auf einem Teil des alten Dschungelpfades, der Curitiba mit der Küste verband bevor es die Eisenbahnstrecke (eine der wenigen in Brasilien) gab. So dichter, ursprünglicher Regenwald ist schon etwas sehr besonderes und es hat sich gelohnt um 5 Uhr aufzustehen, was auch wirklich notwendig war, denn für die 17 km haben wir gute 8 Stunden gebraucht!!!

Video:


Marcus mit ungiftiger Grasschlange - glaubt er...


Marcus: das Wasser kann man trinken und man kann auch drin baden


Pause mit Obst und Keksen


manchmal war der Pfad recht zugewachsen - verlaufen kann man sich trotzdem nicht, denn durch den Wald würde man einfach nicht durchkommen


in Deutschland ist ein Baum eine einzige Pflanze, hier in Brasilien sind es dutzende - vor allem rot blühende Bromelien wuchern an jedem Stamm


am Ende des Trips haben wir etwas abgekürzt (Camila war ganz schön fertig) und da ging es auch über solche Brücken... (den Zug hört man in der Regel allerdings schon 10 Minuten bevor er da ist)


Chillen beim Warten auf den Zug um wieder zurück nach Curitiba zu kommen


unser nächstes Ziel ist der höchste Berg der Region - Olimpo - da kann man auch klettern, aber wir werden wohl erst mal so drauf gehen


Bahnstation von Marumbi - Überbleibsel aus Kolonialzeiten


Camila und Marcus


eine Bahnstrecke durch wirklich unwegsames Gelände...

Da ging es lang:
Parque Marumbi auf einer größeren Karte anzeigen

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Roadtrip I

Um die Gegend um Curitiba etwas kennen zu lernen, haben wir uns für 4 Tage ein Auto gemietet und einen kleinen Roadtrip (Christian und Seppel kennen das ja bereits) gemacht. Etwa eine halbe Stunde nachdem wir los gefahren sind, hatten wir einen kleinen Unfall! Beim abbiegen hat uns ein ziemlich großer LKW gestreift und uns den Kotflügel zerdrückt - wir waren nicht schuld, aber der Fahrer hatte natürlich keine Versicherung - mal sehn wie das ausgeht. Da der Schaden nicht allzu groß war und die Fahrtüchtigkeit unseres kleinen Chevrolet Celta nicht eingeschränkt wurde, konnten wir zum Glück unseren Trip fortsetzen und fuhren zunächst Richtung Küste nach Paranaguá und dann an der Küste entlang nach Süden bis nach Blumenau. Zufälliger Weise war hier noch Oktoberfest - eine Tradition, die von den vielen deutschen Siedlern in dieser Region sehr intensiv ausgelebt wird. Nachdem wir glücklicherweise in der völlig ausgebuchten Stadt noch ein Zimmer bekommen haben und so an unserem ersten Oktoberfest teilnehmen konnten, fuhren wir über das Landesinnere zurück nach Curitiba. Die ganzen Autofahrten glichen einer Rallye, da es meistens über unbefestigte, durchnässte Straßen ging, auf denen wir das ein oder andere mal fast stecken geblieben sind. Siehe Karte und Video am Ende des Posts.

Theresa mit Kokosnuss im Dschungel


Bucht von Paranágua


kleiner Laden in Antonina mit Baianas (Holzfiguren, die aus dem Fenster schauen - keine Ahnung wozu man so etwas braucht)


Früchte-Frühstück am Praia Grande


ziemlich große Wellen,...


... gegen die selbst der stärkste Mann nicht standhalten kann


neues Küchenutensil mit großem Messer schnitzen


unser erstes Oktoberfest in Blumenau


abenteuerliche Hängebrücke

Video:



reißende Flüsse durch die vielen Niederschläge in der letzten Zeit


oft wird der Regenwald (hinten) abgeholzt um schnell und gerade wachsende Fichten und Eukalyptus (rechts) anzubauen



Primeira Viagem auf einer größeren Karte anzeigen